Taeryon

Partnerübungen sind alle Übungsformen, in denen die erlernten Angriffs- und Verteidigungstechniken gegen einen oder mehrere sich bewegende Angreifer angewendet werden.

Eine wichtige Übungsform ist dabei der Ein-Schritt-Kampf (Ilbo Taeryon). Der Angriff des Gegenüber besteht in nur einer vorher festegelegte Technik (üblicherweise ein Fauststoß in Kopfhöhe- Sangdan Chirugi). Die Abwehr wird vom Verteidiger frei gestaltet, wobei besonderes Augenmerk auf Kontrolle und stimmige Zusammensetzung der Bewegungen gelegt wird, selbstverständlich kontaktlos!
Abwandlungen existieren in der Form des Ibo Taeryon und Sambo Taeryon (2- und 3-Schritt-Kampf)

Der Freikampf (Chayo Taeryon) ist die unmittelbare Konfrontation mit einem Gegner und wird ohne Kontakt ausgetragen. Alle Techniken müssen rechtzeitig vor dem Partner abgestoppt werden, ohne diesen zu verletzen. Gegenüber dem Vollkontaktkampf anderer Systeme, bei dem die Vielzahl der möglichen Bewegungen nur auf einige wenige, punktebringende Techniken beschränkt sind, wird durch den kontaktlosen Freikampf im traditionellen Kwon, Jae-Hwa Taekwon-Do die volle Breite aller Bewegungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Diese Art des Freikampfes, dessen Sinn das geistige Aufbauen und nicht das körperliche Zerstören ist, fördert vor allem die Kreativität des Ausführenden. Der Schüler lernt, Verantwortung zu übernehmen und für seine Handlungen und Ansichten einzustehen.

Die strenge Reglementierung soll die Übenden optimal schützen und zu Disziplin, Fairness und Höflichkeit - auch im Rahmen einer Auseinandersetzung - beitragen. Der Kampf im Taekwon-Do fördert Ausdauer, Kreativität und Wahrnehmungsfähigkeit; Mut und Widerstandskraft werden trainiert.

Man lernt den Respekt vor der Persönlichkeit des Partners ebenso wie die Fähigkeit, reflexartig und entsprechend auf unvorhersehbare Aktionen zu reagieren.